Das MKM-Sommerinterview 2018

Nicht nur Kanzlerin Angela Merkel gibt ein Sommerinterview, sondern auch Benjamin Schilling und Annette Weber, die sich mit MKM-Pressesprecher Frank Bechtle über die Vereinsarbeit unterhielten. Das Gespräch mit dem 1. Vorsitzenden und der Jugendleiterin zeigt: ehrenamtliches Engagement in einem Verein ist oftmals mehr als nur ein Hobby. 

 

Mit mehr als 20 Auftritten hat die Musikkapelle einen vollen Terminkalender in diesem Jahr. Dazu kommt der wöchentliche Probenbetrieb von Stammorchester und Jugendkapelle. Wie organisiert man das alles?

 

Schilling:

In der Tat ist so ein Vereinsbetrieb wie wenn man ein kleines Unternehmen führt. Gott sei Dank verteilt sich die Arbeit in unserem Vorstand ja auf mehrere Schultern. Einer alleine würde so etwas nebenher nicht schaffen.

 

Weber:

Ich als Jugendleiterin werde zum Beispiel von unserem Jugendvorstand unterstützt. Wir planen zusammen unsere Freizeitaktivitäten, wie Ausflüge in den Europapark, zum Kanufahren, Schlittschuhlaufen oder zum Lasertag-Spielen. Es ist wichtig, dass wir unseren jungen Musikern auch etwas außerhalb des Orchesterbetriebes anbieten, was rein gar nichts mit Musik zu tun hat aber den Zusammenhalt stärkt und Spaß macht. Das soll aber nicht heißen, dass gemeinsames Musizieren keinen Spaß macht (lacht).

 

Schilling:

Auch die Planung unserer großen Veranstaltungen wie dem Kinderfasching, der  Maihocketse, dem Frühjahrskonzert und dem Oktoberfest geht nur im Team. Zentrale Figuren sind hier unser Wirtschaftsleiter Felix Keck, der für den gesamten Bereich der „Festlesorga“ zuständig ist, unser Kassier Benjamin Jornitz, der das Finanzielle regelt und meine Stellvertreterin Jana Hovoritsch, die mich quasi wie eine Geschäftsführerin unterstützt. Für den musikalischen Bereich ist unser Dirigent Timo Kächele zuständig, der zusammen mit Musikersprecher Phillip Grund den Probenbetrieb und die Besetzung bei den Auftritten  koordiniert.

 

Das hört sich nach ziemlich viel Arbeit an. Macht das denn immer Spaß?

 

Weber:

Die heiße Phase vor größeren Veranstaltungen ist natürlich immer ein wenig stressig. Wenn man aber nach einer Veranstaltung sieht, dass alles gut geklappt hat und sowohl Musiker als auch Publikum zufrieden sind, dann weiß man, wofür man sich angestrengt hat. Gerade im Jugendbereich ist Motivation ein großes Thema. Das Freizeitangebot für die Jugendlichen ist groß, so dass wir uns als Musikverein anstrengen müssen, um für unsere Nachwuchsmusiker attraktiv zu bleiben.

 

Hat die Musikkapelle eigentlich Nachwuchssorgen?       

 

Schilling:

Leider sinkt die Zahl der aktiven Musiker immer weiter. Viele unserer Jungmusiker ziehen von Maichingen weg, um woanders zu studieren oder eine Berufsausbildung zu machen. Im tiefen Blech (Anm.: Tenorhorn, Posaune, Bass) ist unsere Besetzung mittlerweile sehr dünn, so dass wir bei großen Konzerten die ein oder andere Aushilfe brauchen.

 

Weber:

In der Jugendkapelle sieht es leider ähnlich aus. Durch Kooperationen und Projekte, wie zum Beispiel dem gemeinsamen Auftritt mit der Gärtringer Jugendkapelle bei unserem diesjährigen Frühjahrskonzert versuchen wir aber diesem Besetzungsproblem zu begegnen. Und dass sowas prima klappt hat der fulminante Auftritt mit den Gärtringern ja gezeigt.

 

Schilling:

Daher laden wir alle, die Lust haben in einem Verein Musik zu machen ein: besuchen sie uns einfach mal in einer Probe oder kommen sie zu einem unserer Auftritte. Die Jugendkapelle probt immer mittwochs ab 18 Uhr und unser Stammorchester dienstags ab 19.30 Uhr. Die Proben finden in unserem Probelokal Bockstall im Allmendweg 4/1 statt.

 

Welche Instrumente können denn bei der Musikkapelle mitspielen?

 

Weber:

Eigentlich alle Holz- und Blechblasinstrumente, mal abgesehen von Blockflöte und Dudelsack. Außerdem natürlich Schlagzeug, Bassgitarre, E-Gitarre und Keyboard in unserer Band. Und wer gut singen kann, darf sich gerne mal bei unserem Oktoberfest versuchen. Dort sind unsere vier Sänger Timo Kächele, Marcel Deutsch sowie Jana und Julie Hovoritsch unsere Frontmänner bzw. –Frauen, die mächtig Stimmung machen können.

 

Schilling:

Ich denke das Reizvolle bei uns ist, dass wir alle Musikrichtungen bedienen und dass das unserem Dirigenten Timo Kächele auch immer sehr wichtig ist. Neben der Unterhaltungsmusik mit Rock- und Poptiteln spielt die konzertante Blasmusik bei uns eine wichtige Rolle. Und natürlich die volkstümliche Blasmusik mit Marsch und Polka, die wir sehr gerne spielen. Es ist also für jeden was dabei. Nicht zu  vergessen ist, dass wir eine sehr gute Kameradschaft pflegen und auch außerhalb des Musikbetriebes viel miteinander unternehmen. Ich denke da nur an unsere jährliche Skiausfahrt oder unsere Konzertreisen nach Frankreich.

 

Auf was freut ihr euch dieses Jahr am meisten?

 

Weber:

Nach dem tollen Frühjahrskonzert mit knapp 600 Zuhörern in der Stadthalle freue ich mich auf unser Oktoberfest am 27. Oktober im Bürgerhaus. Ich bin mir sicher, dass diese Veranstaltung wieder ruckzuck ausverkauft ist.

 

Schilling:

Ich freue mich auf unser vorweihnachtliches Kirchenkonzert, das wir im Dezember in der katholischen Kirche spielen werden. Die Atmosphäre dort ist einmalig und das Kirchenkonzert dort ist ein toller Abschluss eines wirklich turbulenten Vereinsjahres.

Privat freue ich mich auf die Sommerpause, die Ende Juli beginnt und meinem Vorstand und mir ein wenig Luft zum Verschnaufen gibt. In diesem Sinne wünsche ich allen unseren Aktiven schöne und erholsame Sommerferien. 

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